Swisscanto Anlagestiftung | Swisscanto Anlagestiftung Avant | Geschäftsbericht 2019/2020

Editorial Liebe Leserin, lieber Leser Die letzten zwei Quartale des vergangenen Geschäftsjahres waren geprägt von Covid-19, dem weltweit grassierenden Coronavirus. Seit Feb- ruar 2020 plante die Geschäftsstelle den Ernstfall und war vorbereitet, als der Bundesrat am 13. März 2020 die ausserordentliche Lage ausrief. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ge­ wöhnten sich im Homeoffice schnell ein. Business - kritische Prozesse wie der Zeichnungs- und Rück- nahmeprozess waren jederzeit mit der gewohnten Qualität und Effizienz sichergestellt. Per Ende Juni 2020 läuft fast alles wieder nach «courant normal» unter Berücksichtigung der geltenden Regeln und Empfehlungen des BAG. Doch die während Wochen herrschende gespenstische Stille auf sonst so belebten Plätzen wie zum Beispiel dem Paradeplatz in Zürich wird man so schnell nicht vergessen. Die Pandemie traf die Märkte völlig unvermittelt: Lockdowns, Grenzschliessungen und Ausgangs - sperren führten zur schwersten Rezession der Nach- kriegszeit. Bis Februar 2020 sah es nach einem überaus starken Geschäftsjahr aus. Die globalen Aktienmärkte konnten im zweiten Halbjahr 2019 nochmals über 10% zulegen. Weder politische Unsicherheiten, populistische Tendenzen, die Ver- schärfung des USA-Iran-Konflikts noch die ver­ heerenden Buschbrände in Australien vermochten den Anstieg der Aktienkurse zu bremsen. Auch als die chinesische Stadt Wuhan unter Quarantäne gestellt wurde, fühlte sich die westliche Welt nicht davon betroffen. Erst der starke Anstieg der Fallzahlen in Europa und der Lockdown liessen die Aktienmärkte kollabieren. Die Aktienkurse erreichten am 23. März 2020 ihren Tiefpunkt. Innerhalb von vier Wochen entstanden Kursverluste von über 30%, dies war die schnellste Korrektur aller Zeiten. Risikoreiche Anlagen wie Hochzins- oder Schwellenländeranleihen waren vorübergehend nicht handelbar, die Kreditprämie schoss von 3,5% auf 11% in die Höhe und ver­ ursachte hohe Verluste bei Hochzinsanleihen. Die Zentralbanken weltweit griffen rasch ein, um eine erneute Finanzkrise zu verhindern. Die Regierungen schnürten enorme Unterstützungspakete, durch diese Stimuli stieg die ohnehin hohe Staatsverschul- dung weiter an. Europa konnte die Fallzahlen im zweiten Quartal deutlich senken und die Massnahmen ab Mai 2020 teilweise lockern. Die wirtschaftlichen Aktivitäten nahmen deutlich schneller zu als erwartet und die Aktienmärkte haben einen Grossteil der Korrektur wieder wettgemacht. Dies war der schnellste «Rebound» aller Zeiten. Die Performance unserer Anlagegruppen ver­ mochte sich in diesen turbulenten Wochen gut zu behaupten. Unsere Anlegerinnen und Anleger behielten die Ruhe oder profitierten von Zusatz - käufen. Im normalen Geschäftsbetrieb haben viele Ereig - nisse das vergangene Geschäftsjahr geprägt, die wichtigsten finden Sie in der Zeitreise auf Seite 12. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre. Dr. Thomas Vock Sonja Spichtig Präsident Stiftungsrat Geschäftsführerin

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